Von Öl zu Acryl und wieder zurück

Von der Oma die Buntstifte, in der Schule die Wasserfarben, dann vom Taschengeld die ersten Ölfarben gekauft, später Acryl ausprobiert. Meine Entdeckerfreude für Bastelgeschichten, Collagen und Schablonen hielt sich in strengen Grenzen. Somit waren die Kreide- und Kohlestifte ganz weit vorn, weil sich damit schnell skizzieren ließ, was z.B. beim Aktzeichnen sehr von Vorteil ist.

Dann wurden die sogenannten wassermischbaren Ölfarben erfunden. Die hatten den unschlagbaren Vorteil, daß man auf das Einatmen von krebserregenden Ausdünstungen seitens Farben und deren Malhilfsmittel verzichten konnte. Das Thema Atelier mit 300 m² Fabriketage hat sich damit auch erledigt.

Apropos wassermischbar – das hat der Hersteller wohl selber eingesehen, daß das nicht so gut funktioniert und hat deshalb haufenweise Verdünner und Malpasten entwickelt, die das Wasser letztlich verdrängen. Und noch ein Vorteil für diese Art Farbe: vergleicht man sie mit klassischer Ölfarbe, so ist die Trockenzeit um ein paar Wochen kürzer, wenn nicht sogar Monate, je nachdem, wie dick man aufträgt.

Öl oder Acryl, das ist hier die Frage…